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Die türkische Südküste schließt sich bei
Fethiye an die Ägäisküste an
und reicht bis zur syrischen Küste bei Iskenderun.
Dieses Gebiet wird häufig die Türkische Riviera genannt,
vor allem im Abschnitt zwischen Antalya und Alanya.
Das Gebiet wird vom Taurusgebirge, einem Kettengebirge, das sich als südlicher
Hochlandrahmen von Lykien bis zum Euphrat und Tigris erstreckt und die Küste von
der anatolischen Hochebene trennt, beherrscht.
Bei Saklıkent, 50 km von Antalya, auf 2000 m Höhe liegt bis in den Frühjahr
hinein Schnee, was das Skifahren ermöglicht, während das Wasser des Mittelmeeres
Badetemperaturen hat. Die Namensanleihe an die Italienische Riviera
ist nicht nur wegen der dahinteraufsteigenden, den Ligurischen Alpen ähnlichen
Bergzüge berechtigt, sondern auch wegen der üppigen Vegetation mit einer
faszinierenden Blütenfülle. Wild und üppig blüht der Oleander, die Gärten und
Parks sind voller Blumen, und Blütenbäume, Orangen- und Zitronenplantagen
wechseln ab mit Weinbergen, Feigen, Granatäpfeln und anderen subtropischen
Pflanzen.
Der westlichste Punkt der Südküste
ist Kaş, malerisch an einer bergumschlossenen
Bucht gelegen. Steinerne Sarkophage im Hafengebiet und ein Theater aus
hellenistischer Zeit erinnern an die grosse Vergangenheit dieses Gebietes.
Zwischen Finike und Kaş liegt der kleine Ort Demre, dem antiken Myra.
In einer restaurierten byzantinischen Kirche befindet sich das Grabmal des
Heiligen Nikolaus, der dort als Priester und später als Bischof gewirkt hat.
Nur 3 Km südlich von Kemer liegen die Ruinen der auch heute noch sehr ursprünglichen und
friedvollen antiken Stadt Phaselis, in einem Pinienwald versteckt.
Unbestritten gehört Antalya, das in der Antike Pamphylia hieß, zu einer der
schönsten Städte der Türkei. Ihre Umgebung ist neben Kuşadası - die
archäologisch reichhaltigste im Westteil der Türkei. Seine malerische Altstadt
und der Yachthafen tragen zum Reiz dieser Stadt mit den Funden seiner
2000-jährigen Geschichte, ausgestellt im archäologischen Museum, bei.
Das schönste und besterhaltene Theater in Anatolien ist Aspendos. Mit seinen
rund 15 000 Plätzen dient es heutzutage während der Festspiele von Antalya Ende Mai /
Anfang Juni als Konzertgebäude, Theater und Folklorekulisse.
Die aus hellenistischer wie byzantinischer Zeit stammende Stadt Side hatte als
Handelszentrum und Sklavenmarkt in der Antike eine wichtige Bedeutung.
Perge war eine der größten Städte Pamphyliens, genoß das Wohlwollen vieler
römischer Kaiser und war eine der ersten Christengemeinden Kleinasiens. Der
Apostel Paulus soll hier seine erste Predigt gehalten haben. Das bereits in der
Antike als Ferienort geschätzte Alanya erhielt Kleopatra einst als Brautgabe von Antonius.
Am Südostrand der Çukurova-Ebene, zu Füßen der bis 2262 m hohen Nur-Daglari -
Kette (auch Amanosgebirge genannt), liegt die von Alexander d. Grossen gegründete,
modern ausgebaute Hafenstadt İskenderun.
Antakya ist das in der Bibel erwähnte Antiochia und zählte im 2. Jh. v.
Chr. etwa eine halbe Million Einwohner. In einer Grotte (2 km außerhalb)
mit einer Wallfahrtskapelle soll der Apostel Petrus die erste
christliche Gemeinde gegründet haben
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